Zwei Fragen an Thomas Thiemeyer ...


Zwei Fragen an Thomas Thiemeyer ...
04.08.2010
… zu „Der Palast des Poseidon“
 
Zum Start der Reihe Chroniken der Weltensucher hat der Autor Thomas Thiemeyer ein ausführliches Interview gegeben. Auch der zweite Band wirft Fragen auf, die beantwortet werden wollen:

In "Palast des Poseidon" spielt künstliche Intelligenz eine entscheidende Rolle. Wie kamen Sie auf diese ungewöhnliche Mischung aus Atlantismythos und High-Tech?

Die Verbindung Technik - Atlantis lag für mich insofern nahe, da ich stark durch Bücher und Filme 'vorbelastet' bin. Ich erinnere nur an den Film 'Altantis - The Lost Continent' von George Pal (1961) oder die Disney Verfilmung aus dem Jahre 2001. Die Theorien, was Atlantis genau war, ob es je existiert hat und warum es gesunken ist, gehen ja weit auseinander. Ein gefundenes Fressen für jeden Autor. Nun ist darüber ja schon viel geschrieben worden und ich wollte mich nicht in die Riege von Schriftstellern einreihen, die dieses spannende Thema als Hauptmotiv genommen haben. Für mich ist Atlantis ein farbiges Randelement, eine Art 'Bühnendekoration', die ein paar tolle Bilder liefert und erklären hilft, warum Humboldt, Oskar, Charlotte und Eliza, gerade an dieser Stelle auf diese wundersamen und bedrohlichen Meereserscheinungen stoßen.
 
Der Ozean ist mit seinen unerforschten Tiefen eine „Fundgrube“ für das Weltensucher-Team. Haben Sie selbst schon eine Tauchexpedition unternommen?
Oh ja. Sehr viele sogar. Allerdings nur bis in eine Tiefe von etwa drei Metern. Ich bin passionierter Schnorchler. Ich liebe es, den Wundern des Meeres ohne viel Brimborium gegenüber zu treten. Keine Neoprenanzüge, keine Flaschen, keine Druckmesser, Uhren, Bleigurte und Lampen. Zuviel Technik macht mich nervös. Lieber beobachte ich stundenlang die Farbspiele eines Oktopus, verfolge Seeschildkröten oder sammele mit meinen Kindern Skelette von Seeigeln, aus denen sich wunderbar phantastische Landschaften für ihre Zinnfiguren bauen lassen.

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